Mai 23

Marionetten

. . . einige kurze Anmerkungen darüber, daß eine Zensur nicht stattfindet . . .

 

eins . . .

„Wer Gutes tut, dem wird vergeben
So seid recht gut auf allen Wegen
Dann bekommt ihr bald Besuch
Wir kommen mit dem Liederbuch

Wir sind für die Musik geboren
Wir sind die Diener eurer Ohren
Immer wenn ihr traurig seid
Spielen wir für euch

Wenn ihr ohne Sünde lebt
Einander brav das Händchen gebt
Wenn ihr nicht zur Sonne schielt
Wird für euch ein Lied gespielt

Wir sind für die Musik geboren . . .

Wenn ihr nicht schlafen könnt
Sei euch ein Lied vergönnt
Und der Himmel bricht
Ein Lied fällt weich vom Himmelslicht

Wir sind für die Musik geboren . . .“

Ein Lied / Rammstein

 

Am 17. März 1951 erklärte Otto Grotewohl, Ministerpräsident der DDR, vor dem V. Plenum des Zentralkomitee´s der SED Folgendes:
„Literatur und bildende Künste sind der Politik untergeordnet, aber es ist klar, dass sie einen starken Einfluss auf die Politik ausüben. Die Idee der Kunst muss der Marschrichtung des politischen Kampfes folgen.“
Im Rahmen des Kulturkampfes, den die Führung der DDR in den Jahren nach dem Mauerbau ausgerufen hatte, um den „westlichen Formalismus“ aus dem kulturellen Schaffen von Künstlern, Schriftstellern & allgemein Kulturschaffenden in der DDR zugunsten eines „sozialistischen Realismus“ zurückzudrängen, erklärte Walter Ulbricht, Vorsitzender des Staatsrates der DDR, auf dem XI. Plenum des ZK der SED im Dezember des Jahres 1965:
„Ist es denn wirklich so, dass wir jeden Dreck, der vom Westen kommt, nu kopieren müssen? Ich denke, Genossen, mit der Monotonie des Je-Je-Je, und wie das alles heißt, ja, sollte man doch Schluss machen.“ (Originalzitat – Anm. d. Verf.)
Unschwer zu erkennen ist die Zielrichtung dieses Ausspruchs, der sich gegen die auch in der DDR immer beliebtere westliche Rock- & Popmusik richtete. Auf diesem Plenum, bei dem es eigentlich um die neue ökonomische Politik der DDR gehen sollte, kam es zu scharfen Angriffen auf die Kulturschaffenden, bei denen sich insbesondere Erich Honnecker, zu der Zeit Sicherheitssekretär des ZK der SED, hervortat, der den Künstlern & Kreativen in der DDR u.a. Unmoral, Dekadenz, spießbürgerlichen Skeptizismus, Nihilismus & Pornographie, sowie Staatsfeindlichkeit vorwarf. In Folge wurden zahlreiche Theaterstücke, Bücher, Filme & Musikgruppen verboten.
Der bedeutende Historiker & Autor Wolfgang Leonhard, ein profunder Kenner der DDR, wie des gesamten sog. Ostblocks, zitiert Ulbricht in seinem 1955 erschienenen Buch „Die Revolution entläßt ihre Kinder“ mit folgendem Satz:
„Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“

Am 24.August 2016 twitterte Justizminister Heiko Maas folgenden Text an die Band Feine Sahne Fischfilet : „Tolles Zeichen gg. Fremdenhass u Rassismus. Danke“

Die Band hatte an diesem Tage in Anklam in Mecklenburg – Vorpommern an einem „Konzert gegen Rechts“ teilgenommen, welches dort aus Anlaß der bevorstehenden Landtagswahl stattfand. Die Band mit dem bescheuerten Namen, die sich nach dem Tweet des Justizministers plötzlich von völlig falscher Seite gelobt sah, taucht allerdings im Jahre 2012 im Verfassungsschutzbericht des Landes M-V mit folgendem Vermerk auf:
„Die autonome Punkband FSF entfaltet neben ihrem musikalischen Wirken auch linksextremistische Aktivitäten – sie ist daher als politischer Zusammenschluss anzusehen. Die Gruppe versteht Gewalt als legitimes Mittel der Auseinandersetzung mit Rechtsextremisten und verbreitet diese Ansicht auch.“ SPIEGEL – online gegenüber teilt das Innenministerium von M – V auf Anfrage mit: „Alle derzeitigen Bandmitglieder sind als Linksextremisten bekannt, einige von ihnen sind zudem durch linksextremistisch motivierte Gewaltstraftaten wie Landfriedensbrüche, Körperverletzungen und gefährliche Körperverletzungen in Erscheinung getreten.“

Ohne jeden Zweifel gehört die Band zur autonomen AntiFa Szene in M -V. In ihrem Lied „Gefällt mir“ heißt es: „Deutschland verrecke, das wäre wunderbar (…) Deutschland ist scheiße, Deutschland ist Dreck! Gib mir ein ‚like’ gegen Deutschland / Deutschland ist scheiße, Deutschland ist Dreck!“ Aus dem Song „Wut“ stammen folgende Zeilen: „Verweis mich aus der Stadt / Ich scheiß drauf was du sagst / Wer kein Rückgrat hat, der wird vereidigt auf den Staat / Lieber Hartz 4 beziehn, im Bett bis um 4 liegen / Bier trinken, Weed dealen, Speed ziehn / Als Geld im Staatdienst verdien / Das Martinshorn in meinen Ohren nervt / Ich habe mir nichts vorzuwerfen / Bin bei weitem nicht frei von Sünde / aber trete vor zum Werfen / Polizist sein heißt das Menschen mit Meinungen Feinde sind / Ihr verprügelt gerade wieder Kinder als wärens eure Eigenen / Ich trag lieber ein pinkes Designerhemd / Bettle am Bahnhof für ein paar Cent / Zieh lieber eine Line Zement als Down zu sein mit Rainer Wendt / Ich mach mich warm weil der Dunkelheitseinbruch sich nähert / Die nächste Bullenwache ist nur einen Steinwurf entfernt“

Derartigen Zeilen ist also der Dank des deutschen Justizministers gewiß.

Funkerbude an Bord der "MS Bleichen" im Hamburger Hafenmuseum
Funkerbude an Bord der „MS Bleichen“ im Hamburger Hafenmuseum (Photo: Heidrun Scholz)

 

zwei . . .

„Wir waren namenlos und ohne Lieder
Recht wortlos waren wir nie wieder
Etwas sanglos sind wir immer noch
Dafür nicht klanglos, man hört uns doch
Nach einem Windstoß ging ein Sturm los
Einfach beispiellos es wurde Zeit !
Los !

Sie waren sprachlos, so sehr schockiert
Und sehr ratlos, was war passiert
Etwas fassungslos und garantiert
Verständnislos: Das wird zensiert
Sie sagten grundlos; schade um die Noten
So schamlos, das gehört verboten
Es ist geistlos was sie da probieren
So geschmacklos wie sie musizieren
Ist es hoffnungslos – Sinnlos – Hilflos
Sie sind gottlos !

Wir waren namenlos, wir haben einen Namen
Waren wortlos, die Worte kamen
Etwas sanglos sind wir immer noch
Dafür nicht klanglos, das hört man doch
Wir sind nicht fehlerlos, nur etwas haltlos
Ihr werdet lautlos uns nie los !

Wir waren namenlos und ohne Lieder
Recht wortlos waren wir nie wieder
Etwas sanglos sind wir immer noch
Dafür nicht klanglos, man hört uns doch
Nach einem Windstoß ging ein Sturm los
Einfach beispiellos es wurde Zeitlos“

Los / Rammstein

Als am 21. April 2017 die neue Platte MannHeim der Band Söhne Mannheims mit ihrem Sänger Xavier Naidoo erschien, brach ein Sturm der Entrüstung los. Vor allem ging es hierbei um den Song „Marionetten“. Am 3. Mai 2017 erschien in der FAZ ein Beitrag von Leonie Feuerbach, in dem sie bereits in der Überschrift dekretierte, Naidoo habe „. . . eine Reichsbürger – Hymne geschrieben“. Danach folgt im weiteren Verlauf des Artikels eine Ansammlung von Halluzinationen der 30 – jährigen Redakteurin für Gesellschaft, denen man mit einer Mischung aus steter Belustigung ob ihres Bemühens um politisch korrekte Exekution Naidoo´s folgen kann, oder mit wachsender Wut aufgrund der dabei an den Tag gelegten Ahnungslosigkeit, mit der Feuerbach den Text mit jeder ihrer Zeilen eindrücklich bestätigt. Selbstverständlich wird auch das antisemitische Schlagholz hervorgeholt, weil sich´s doppelt halt besser totschlägt. Naidoo, seit Längerem als Rechts – kontaminiert verschrien & in medialer Quarantäne gehalten, textet im Refrain des Songs:

„Wie lange wollt ihr noch Marionetten sein
Seht ihr nicht, ihr seid nur Steigbügelhalter
Merkt ihr nicht, ihr steht bald ganz allein
Für eure Puppenspieler seid ihr nur Sachverwalter“

Es erfordert kein Übermaß an Phantasie auf derartige Zeilen zu kommen, angesichts der Tatsache, daß Parlament & Regierung sich seit Jahrzehnten standhaft weigern, den Lobbyismus im Parlament wirksam zu bekämpfen, Karenzzeiten beim Übergang von politischen Entscheidungsträgern in die Wirtschaft festzulegen, Nebeneinkünfte von Abgeordneten offen zu legen & vollständige Transparenz bei der Parteienfinanzierung einzuführen. Die Plattform „Abgeordnetenwhatch“ stellt auf ihrer Netzseite fest:

„Insgesamt 1103 Interessenvertreter haben seit 2013 über die Fraktionen Zugang zum Bundestag erhalten. CDU und CSU bewilligten mehr als doppelt so viele Hausausweise wie die übrigen Fraktionen zusammen. Auf einem Unions – Ticket gelangen u.a. der Rüstungskonzern EADS, der Axel Springer Verlag und die Frackinglobby ins Parlament.“

All dies ist keinesfalls neu. Neu ist allerdings die Behauptung, die Feststellung des allzu Offensichtlichen sei rechts & antisemitisch.

„Und weil ihr die Tatsachen schon wieder verdreht,
Werden wir einschreiten
Und weil ihr euch an Unschuldigen vergeht
Werden wir unsere Schutzschirme ausbreiten“

Aus diesen Zeilen drechselt Frau Feuerbach zum einen den „rätselhaften“ Hinweis auf Kindesmißbrauch & Kritik an der sog. Lügenpresse. Dabei gehört das Verdrehen von Tatsachen zum Standartrepertoire jedes politischen Diskurses, & das nicht nur in Wahlkampfzeiten. Wobei angemerkt sei, daß der Begriff der Lügenpresse eh nicht zielführend ist, weil offensichtliche Lügen selten, Verdrehungen, vor allem jedoch Aus- & Weglassungen dagegen an der Tagesordnung sind. Auch verkneift die Autorin sich den Hinweis nicht, daß dies (Kindesmißbrauch – Anm. d. Verf.) „im rechtsextremen Spektrum“ ein „beliebtes Thema“ sei, „wo seit Jahren die „Todesstrafe für Kinderschänder“ gefordert wird“. Demnach ist Naidoo also ein Rechtsextremer, der für die Todesstrafe plädiert.

„Alles nur peinlich und so was nennt sich dann Volksvertreter,
Teile eures Volkes nennt euch schon Hoch- beziehungsweise Volksverräter.
Alles wird vergeben, wenn ihr einsichtig seid,
Sonst sorgt der wütende Bauer mit der Forke dafür, dass ihr einsichtig seid“

Der Bauer mit der Mistgabel ist seit den reformatorischen Bauernkriegen ein Symbol des Aufstandes der unterdrückten Hilflosen gegen eine übermächtig erscheinende Obrigkeit. In der politischen Ikonographie also ein eher weit links stehendes Symbol.

„Als Volks-in-die-Fresse-Treter stoßt ihr an eure Grenzen
Und etwas namens Pizzagate steht auch noch auf der Rechnung
Bei näherer Betrachtung steigert sich doch das Entsetzen
Wenn ich so ein´ in die Finger krieg´, dann reiß ich ihn in Fetzen
Und da hilft auch kein Verstecken hinter Paragraphen und Gesetzen“

Pizzagate ist ein Begriff aus einer US – Verschwörungstheorie, nach der angeblich ein pädophiles Netzwerk existiert, das von einer Pizzeria aus einen Pädophilenring organisiert, dem diverse Politiker angehören, u.a. auch Hilary Clinton. Das ist natürlich Blödsinn. Kein Blödsinn allerdings ist, daß Naidoo – & das hätte die eloquente Frau Feuerbach wissen können – selbst Opfer sexuellen Mißbrauchs war, woraus er seit vielen Jahren nie einen Hehl gemacht hat. Ob die Pizzagate – Metapher deswegen nun schlau gewählt ist, darf durchaus bezweifelt werden, sinnfällig ist sie allemal. Wer in diesem Zusammenhang eher an die ungeheuerlichen Vorgänge rund um den belgischen Kindermörder Marc Dutroux denkt, dürfte dabei so falsch nicht liegen.

Der Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, ein aufrechter Sozialdemokrat namens Peter Kurz, bat Naidoo & Teile seiner Band zu einem „klärenden Gespräch“, in welchem er vom Sänger Rechenschaft über dessen „antistaatliche Aussagen“ im Marionettenlied verlangte. Ganz im Geiste Honnecker´s & Ulbricht`s, denn „…mit der Monotonie des Je-Je-Je, und wie das alles heißt, ja, sollte man doch Schluss machen.“
Es ist eben ein großer Unterschied, ob dazu aufgerufen wird, Andersdenkende zu verprügeln & Polizisten mit Steinen zu bewerfen, oder ob einer seiner als Rechts diffamierten Wut über bestimmte Dinge & Zustände Ausdruck verleiht. Der eine wird vom Justizminister beglückwünscht, der andere vor den OB zitiert.
Radio Bremen hat mittlerweile die Präsentation eines Konzertes der SM & Naidoo´s in Bremen abgesagt, der Song wird im Programm nicht gespielt. Aus der Plattform You Tube wurde er entfernt, auf Apple Music ist er nicht greifbar. Auch dies kurze Anmerkungen darüber, daß eine Zensur nicht stattfindet.

Kunststätte Bossard, Jesteburg
Kunststätte Bossard, Jesteburg

 

drei . . .

„Lauft!

Weil der Meister uns gesandt
Verkünden wir den Untergang.
Der Reiter der Boshaftigkeit
Füttert sein Geschwür aus Neid.

Die Wahrheit ist wie ein Gewitter
Es kommt zu dir, du kannst es hören!
Es kund zu tun ist ach so bitter
Es kommt zu dir, um zu zerstören!

Weil die Nacht im Sterben lag,
Verkünden wir den jüngsten Tag:
Es wird kein Erbarmen geben
Lauft, lauft um euer Leben!

Die Wahrheit ist ein Chor aus Wind
Kein Engel kommt, um euch zu rächen.
Diese Tage eure letzten sind
Wie Stäbchen wird es euch zerbrechen!

Es kommt zu euch als das Verderben!

Die Wahrheit ist ein Chor aus Wind
Kein Engel kommt, um euch zu rächen.
Diese Tage eure letzten sind
Wie Stäbchen wird es euch zerbrechen!“

Der Meister / Rammstein

Ein kleiner dünner Mann mit viel zu engem Anzug steht am Rednerpult des Bundestages & wirbt für ein Gesetz, für sein Gesetz. Es sieht vor, daß Betreiber von Internetplattformen mit hohen Strafen rechnen müssen, wenn sie nicht von sich aus sämtliche Veröffentlichungen löschen, die beleidigenden, haßerfüllten,  gewaltauffordernden oder – verherrlichenden Inhalts sind. Sein Erfinder nennt dieses Paragraphenwerk Netzdurchsetzungsgesetz. Es verlagert die Entscheidung über strafbare Relevanz von den Gerichten weg, hin zu kommerziellen Unternehmen.
Es käme also zu einer Privatisierung des staatlichen Gewaltmonopols.
Das Gemeinwesen, dessen Parlament dies zu verabschieden aufgefordert wurde, nennt sich Rechtsstaat. Der Vorgang ist perfide. Bereits heute sind alle Inhalte, die in diesem Gesetz genannt werden, durchaus strafbewehrt, allerdings erst dann, wenn ein Gericht dies in einem Strafverfahren festgestellt hat. Dieser Vorgang ist ein Teil der in diesem Lande (noch) geltenden Grundsätze der Rechtssicherheit & somit elementarer Bestandteil jedes Rechtsstaates. Der dünne Mann verfolgt offenbar folgende Absichten: ordnungsgemäße Strafverfahren dauern eine gewisse Zeit, ihr Ausgang ist offen. Äußerungen, die von der Meinungsfreiheit gedeckt, also legal & strafbefreit veröffentlicht werden dürfen, sind dem dünnen Mann ein Ärgernis, für dessen Beseitigung nunmehr die Internetanbieter zuständig sein sollen, da ihm die Entscheidungen der Gerichte offenbar nicht weit genug gehen. Dies wird dazu führen, daß, sollte dieses Gesetz tatsächlich verabschiedet werden, privatwirtschaftliche Unternehmen strafrechtlich relevante Urteile aus eigenem Gutdünken, noch dazu vor dem Hintergrund sehr hoher Strafzahlungen, sprechen & auch gleich vollstrecken. Statt einer staatlichen Zensurbehörde, die nach Art. 5 GG verboten wäre, erledigen dies dann die Konzerne. Betroffene wären nunmehr gezwungen, gegen diese zu klagen, um ein Urteil bezüglich der strafrechtlichen Relevanz ihrer Veröffentlichungen zu erlangen. Absehbar wäre, daß dies nur sehr wenige wirklich tun würden. Soweit der Plan.
Die Konzerne allerdings haben gar keine Lust dazu, sodaß eine seltsame wie seltene „Allianz für Meinungsfreiheit“ aus Netzbetreibern, Journalistenverbänden, dem Chaos Computerclub, Bürgerrechtsorganisationen & Wirtschaftsverbänden sich vehement gegen dieses Gesetz wendet. Doch der dünne Mann hat´s eilig. Wer weiß, ob er nach der Wahl im September noch Justizminister sein wird. Am Freitag, den 19.Mai 2017 hat der Bundestag die Verabschiedung des Gesetzes abgelehnt.
Herr Maas hat nun also wieder ein wenig Zeit für seine speziellen Glückwunsch- & Dankestweets. Denn wie sagte einst Walter Ulbricht: „Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“